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Das Magazin für albanischen Wein & Feinkost

Von Illyrien ins Glas

Ksamil & Saranda: Strandurlaub für Feinschmecker

Ksamil und Saranda, die Perlen der albanischen Riviera: türkises Meer, Inselchen zum Schwimmen und Meeresfrüchte aus der Butrint-Lagune – der Süd-Guide.

Von Dennis Shalja · · 8 Min. Lesezeit

Türkisfarbenes Meer bei Ksamil mit einem Strandrestaurant über dem Wasser
Foto: czernik.jerzy, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Es gibt einen Ort in Albanien, an dem selbst hartgesottene Reisende kurz an der Landeszuordnung zweifeln: Ksamil, mit einem Wasser so türkis und klar, dass Karibik-Vergleiche unvermeidlich sind. Zusammen mit der Hafenstadt Saranda bildet es das strahlende Südende der albanischen Riviera – und für Feinschmecker ist es mehr als ein Badeziel.

Ksamil: Karibik zum Balkanpreis

Ksamil ist ein Dorf, das sich ganz dem Meer verschrieben hat: seichte Buchten, feiner Sand und vier kleine vorgelagerte Inseln, die so nah liegen, dass man zu ihnen schwimmen kann. Das Wasser ist flach, warm und von einem Türkis, das auf keiner Postkarte übertrieben wirkt. In der Hochsaison ist es voll – wer die Stille sucht, kommt im Juni oder September.

Und das Beste für Genießer: Direkt am Wasser servieren Tavernen, was die Fischer morgens gebracht haben.

Saranda: Hafenstadt mit Lagunenküche

Wenige Kilometer nördlich liegt Saranda, die lebhafte Hafenstadt gegenüber der griechischen Insel Korfu. Ihre Uferpromenade füllt sich abends mit Flanierenden, und ihre Restaurants leben von einem Schatz vor der Haustür: der Butrint-Lagune, Albaniens bester Muschelkammer. Die Miesmuscheln von hier kommen fangfrisch auf den Tisch – klassisch mit Zitrone, Olivenöl und Weißbrot.

Was auf den Tisch kommt

  • Muscheln aus Butrint – das Wahrzeichen der Region
  • Gegrillter Fisch – Wolfsbarsch, Dorade, nach Tagesfang
  • Oktopus & Calamari – vom Grill oder als Salat
  • Dazu: ein gut gekühlter Shesh i Bardhë oder eine Pulës – mehr im Food-Pairing-Guide –, Olivenöl von der Küste, zum Abschluss ein Raki

Butrint: Weltkulturerbe als Zugabe

Zwischen Saranda und Ksamil liegt das antike Butrint – eine UNESCO-Welterbestätte mit griechischem Theater, römischen Ruinen und venezianischer Festung, malerisch von Lagune und Wald umgeben. Ein halber Tag hier verbindet Badeurlaub mit der 2.500-jährigen Geschichte dieser Küste – Kultur und Genuss auf engstem Raum.

Praktisch

FrageAntwort
AnreiseAb Tirana ~4–5 Std.; Fähre ab Korfu nach Saranda
Beste ZeitJuni & September (warm, ruhiger)
Aufenthalt2–3 Tage für Strände, Butrint und Küche
Kombinieren mitGjirokaster, der Riviera nach Norden

Unser Fazit

Ksamil und Saranda sind der Beweis, dass Strandurlaub und gutes Essen kein Widerspruch sein müssen: karibisches Wasser, Lagunen-Muscheln und antikes Welterbe auf wenigen Kilometern. Wer die Riviera als Genussregion versteht statt nur als Fotokulisse, findet hier ihren strahlendsten Punkt – und mit den richtigen Reisetipps wird daraus die Reise des Jahres.

Häufige Fragen

Was macht Ksamil so besonders?

Ksamil ist berühmt für sein türkisfarbenes, seichtes Wasser und die kleinen vorgelagerten Inseln, zu denen man schwimmen oder mit dem Boot fahren kann. Das Meer erinnert an die Karibik – bei deutlich niedrigeren Preisen. Dazu kommen frische Meeresfrüchte aus der nahen Butrint-Lagune.

Was isst man in Saranda und Ksamil?

Die Küche ist meeresgeprägt: gegrillter Fisch, Oktopus, Calamari und vor allem die Muscheln aus der Butrint-Lagune, die als die besten Albaniens gelten. Dazu Olivenöl aus der Region, Weißwein und ein Sonnenuntergang über dem Ionischen Meer.

Wann ist die beste Zeit für Ksamil und Saranda?

Juni und September sind ideal: warmes Meer, aber weniger Trubel als im Hochsommer (Juli/August), wenn die Strände voll und die Preise am höchsten sind. Das Meer bleibt bis in den Oktober badewarm.

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